Dynamische Stromtarife koppeln deinen Strompreis an die Strombörse. Statt eines festen Cent-Betrags pro Kilowattstunde zahlst du das, was der Strom gerade an der Börse kostet - stündlich (oder viertelstündlich) neu. Klingt kompliziert, ist aber eine riesige Chance: Wer flexible Verbraucher wie Wallbox, Wärmepumpe oder Speicher in die günstigen Stunden verschiebt, spart spürbar.

Die drei Bausteine deines Strompreises

Viele Apps zeigen nur den nackten Börsenpreis. Der ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Dein tatsächlicher Endpreis setzt sich zusammen aus:

  • Börsenstrompreis (Spotpreis): der schwankende Preis am Day-Ahead-Markt - mal 4 ct, mal 30 ct pro kWh.
  • Netzentgelte, Abgaben & Steuern: regional unterschiedlich und oft der größere Brocken. Sie hängen von deinem Netzgebiet ab.
  • Aufschlag deines Anbieters: die Marge für die Tarif-Bereitstellung.

Erst die Summe ergibt den echten Cent-Preis, den du wirklich zahlst. Genau deshalb zeigt Solistrom nicht nur den Börsenpreis, sondern den realen Endpreis inklusive deiner Netzentgelte - für heute und morgen.

Wer nur den Börsenpreis betrachtet, verschiebt seinen Verbrauch womöglich in die falsche Stunde. Entscheidend ist der Endpreis am eigenen Zählpunkt.

Warum „günstig laden“ allein nicht reicht

Theoretisch könntest du jeden Abend die Preistabelle checken und deine Geräte manuell starten. In der Praxis macht das niemand dauerhaft - und die wirklich günstigen Fenster liegen oft nachts. Hier kommt Automatisierung ins Spiel: Du legst ein Ziel fest („Auto bis 7 Uhr auf 70 %“), und die Steuerung sucht selbstständig die günstigsten Stunden.

So nutzt Solistrom dynamische Preise

Solistrom kombiniert die Preisdaten mit deinen Geräten und Zielen:

  • Preis-Optimierung: Verbräuche wie das Aufheizen des Pufferspeichers wandern automatisch in die billigsten Fenster.
  • Ziel-Steuerung: Du gibst ein Ziel und eine Deadline vor - Solistrom wählt den günstigsten Weg dorthin.
  • Kombination mit Solar: Ist genug PV-Überschuss da, hat die eigene Sonne Vorrang; fehlt sie, greift der günstigste Netzstrom.

Lohnt sich das für dich?

Ob ein dynamischer Tarif passt, hängt von deiner Flexibilität ab: Je mehr steuerbare Geräte (E-Auto, Wärmepumpe, Speicher), desto größer der Hebel. Schon ein einziger flexibler Großverbraucher kann den Wechsel lohnenswert machen. Einen ersten Eindruck bekommst du mit unserem Spar-Rechner.

Und das Beste: Du brauchst keinen dynamischen Tarif, um mit Solistrom zu starten. Solar- und Ziel-Steuerung funktionieren auch klassisch - die Preis-Optimierung schaltest du einfach dazu, sobald du einen dynamischen Tarif hast.