Ein E-Auto ist der dankbarste Verbraucher im Haushalt: groß, flexibel und meist stundenlang an der Wallbox. Genau das macht es zum perfekten Speicher für deinen Solarüberschuss - vorausgesetzt, das Laden passt sich der Sonne an statt umgekehrt.
Was „Überschussladen“ wirklich bedeutet
Beim PV-Überschussladen lädt das Auto nur mit der Leistung, die dein Haus gerade übrig hat. Produziert die Anlage 6 kW und der Haushalt braucht 1 kW, fließen die übrigen 5 kW ins Auto - ohne Netzbezug. Sinkt die Erzeugung, drosselt die Wallbox mit; steigt sie, gibt sie wieder Gas.
Die technischen Hürden - und wie sie gelöst werden
- Mindest-Ladestrom: Die meisten Autos laden erst ab 6 A pro Phase. Reicht der Überschuss einphasig nicht, muss die Wallbox warten oder umschalten.
- Phasenumschaltung: Clevere Steuerungen wechseln zwischen 1- und 3-phasig, um auch kleine Überschüsse (ab ca. 1,4 kW) nutzbar zu machen und bei viel Sonne voll durchzuladen.
- Wolkenschatten: Zieht eine Wolke vorbei, bricht die Leistung kurz ein. Ohne Verzögerung würde die Wallbox ständig an- und ausschalten.
Gutes Überschussladen heißt: möglichst viel Sonne ins Auto, ohne dass die Wallbox im Sekundentakt nervös schaltet.
So macht es Solistrom
Solistrom steuert Min- und Max-Strom (6–32 A), wechselt bei Bedarf die Phasen und fängt Wolkenschatten mit Ein- und Ausschaltverzögerungen ab. Du kannst nativ integrierte Wallboxen nutzen oder nahezu jede Station über den offenen Standard OCPP einbinden - und das Auto bei vielen Modellen sogar direkt ansprechen, ohne Umweg über die Wallbox.
Überschuss und Ziel kombinieren
Reines Überschussladen hat einen Haken: An trüben Tagen wird das Auto vielleicht nicht voll. Deshalb kombinierst du in Solistrom den Solar-Modus mit einem Ziel: „Bis morgen 7 Uhr mindestens 70 %“. Tagsüber lädt das Auto mit Sonne; fehlt am Abend etwas, füllt Solistrom den Rest automatisch in den günstigsten Netzstunden nach.
Welche Wallboxen und Autos unterstützt werden, siehst du in unserer Geräteliste.